Vision aus der Endzeit

‚In den Wolken aber kam Einer … ‚
++ Vision aus der Endzeit ++

Als das Zeichen am Himmel sichtbar wurde,
erschraken die Menschen, denn
solches hatten sie noch nie gesehen.
Es war nicht das Seltsame, das sie
erschrecken machte. Sie kannten
selbst viele Künste und hatten auch
schon Bilder hervorgebracht, am Himmel.
Darum aber, daß das Zeichen
zugleich in ihnen selbst erschien und
sie in eine große, innere Not stürzte,
waren sie erschüttert.
Zuerst standen sie wie in Staunen und suchten
die Erscheinung zu begreifen.
Dann fielen einige zu Boden
und beteten. Andere rannten entsetzt
davon, sich zu verbergen. Manche
schrieen laut auf, als ob sie ein
inneres Feuer verbrenne. Aber
überall fanden sich immer wieder solche
dazwischen, die lobten Gott und dankten
Ihm und weinten und beteten ohne
Unterlaß.

Alle Kreatur, auf der ganzen Erde,
war stehen geblieben. Sie ließ geduldig
das Licht auf sich herabscheinen,
das da oben hing. Anfangs reckten
die Tiere die Hälse ein wenig und
hoben den Kopf, als ob es etwas
zu wittern gäbe. Auch zitterten sie
hin und wieder, denn das Licht erfasste
ihr ganzes Wesen. Sie waren ein
wenig erregt und spähten auch
einmal umher, ob nicht irgendwo auf
der Erde ein Feind drohe. Aber
dann wurden sie demütig und friedevoll
in dem Licht. Da ließen sie sich
auf den Boden nieder, die Rehe
auf ihre Läufe, die Pferde, die Kühe,
die Hunde, und was es alles gab.
Die Vögel kamen von den Bäumen
herab und duckten sich zur Erde.
Das Geziefer ging in das Gras und
verharrte still zwischen den Halmen.
Wie in einem hohen Walde war
es dazwischen, nur daß nun statt der grünen
Dämmerung Glanz dalag.

Das Zeichen aber war so: Gleich
wie ein Blitz ausgeht vom Aufgang
bis zum Niedergang, so brach es her-
vor in blendendem Glanz. Die Sonne
war matt geworden in ihrem Leuch-
ten und der Mond schier vergangen.
Die Sterne fielen kreuz und quer herab,
und der Himmel ward gezogen und
gepreßt wie weiches Glas. Es ging
etwas Ungeheures vor, das stärker
war als der Tod und mehr. Der Mensch
ahnte den Einbruch der Ewigkeit, doch
nicht jeder konnte sie aushalten. Sei-
ner Bosheit wegen, die gleich tausend
Kletten an ihm hing und an der Ewig-
keit offenbar wurde, floh er in Todes-
schrecken. Doch seine bösen Taten
folgten ihm nach. Er konnte sich nicht
befreien.

In den Wolken aber kam Einer,
schwer anzusehen, denn Seine Herr-
lichkeit war groß. Denn siehe, es
war lichthell, und inwendig war die
Gestalt wie ein Feuer um und um.
Von Seinen Lenden überwärts und
unterwärts glänzte es wie Feuer um
und um. Und gleich wie der Regen-
bogen steht in den Wolken, wenn
es geregnet hat, also glänzte es um
und um. Dies war das Ansehen der
Herrlichkeit des Herrn (Hes. I, 26-28).
Und immer mehr Menschen fielen
auf die Knie und beteten und san-
gen laut und weinten laut, denn die
Erregung der menschlichen Kreatur
war groß. Und die Heiligkeit und
Kraft von oben war groß. Und das
Entsetzen der Bosheit, die sich ver-
stecken wollte, war groß, denn das
Licht glänzte überall. Es konnte ihm
keiner entfliehen. Denn wo einer
auch hineilte, da war das Licht der
Herrlichkeit des Herrn.
Auch die guten Taten verließen
den Menschen nicht. Niemand konnte
sein Wesen verleugnen, und die bös-
en wie die guten Taten waren Schöpf-
ungen seines Wesens und gingen
mit ihm. Doch die guten Menschen
flohen nicht. Sie wurden erquickt
von der Herrlichkeit des Herrn, sie
waren fähig, sie anzunehmen. Sie
hatten sich schon immer an den Herrn
gehalten, in guten Tagen wie in Ta-
gen der Trübsal, nun wurde das Seh-
nen ihres Herzens erfüllt. Die Selig-
keit des herrlichen, lebendigen Gottes
kam über sie, ihr Frieden und ihr
Freuen war vollkommen.
Da erhob sich inmitten der nieder-
geduckten Kreatur ein überaus lieb-
liches Zwitschern und Jubilieren. Ein
Vöglein, grau und unscheinbar,
schwang sich in die Luft und flog –
o Gott – es flog mitten auf den
Heiland zu. Geradewegs, ohne mit
Jubilieren aufzuhören, flog das Aerm-
ste der Armen in den Glanz der
Herrlichkeit hinein. Das, was in dem
ersten Geschehen keinem Menschen
widerfuhr, das geschah diesem Vög-
lein ganz leicht. Es ging leibhaftig
ein in die Herrlichkeit des Herrn.
Denn das Vöglein war nicht mehr
zu sehen. Es war zuletzt zu einem
kleinen, heiligen Glanz geworden, und
der Heiland hatte dieses liebliche We-
sen aufgenommen in Sich, mitten in Sich,
mitten in seine Brust hinein.
Da die Betenden dies sahen, ging
ein Aufseufzen durch sie und durch
die ganze Kreatur. Und sie wünsch-
ten alle gar herzlich, aufgenommen
zu werden in die Herrlichkeit ihres
geliebten Gottes. Denn sie hatten
diese Herrlichkeit schon früher ver-
spürt und hatten um Ihn viel Kum-
mer erlitten. Sie waren geschlagen
worden, gefoltert und getötet. Sie
hatten unendliches Leid getragen, .
alles um des ewigen Lebens willen,
das Gott ihnen verheißen.

Der Herr war nahe herbei
gekommen, inmitten der Wolke. Und es
ging ein Wind vor Ihm her, und nach
dem Wind kam ein Strom
kristallenen Wassers. Und an den Ufern
standen Bäume des Lebens, die
trugen viel Frucht. Und an dem Strom
zu beiden Seiten, breitete sich das
Land, darinnen die Geliebten des
lebendigen Gottes wohnen sollten.
Da gab es kein Verdammtes und kein
Böses mehr. Da gab es keine Sonne
und keinen Mond, denn Gott Selbst
war anwesend, und Sein Licht
leuchtete immerdar. Und alle, die Seine
Gebote hielten, die hatten Genüge
an Seiner Kraft und durften eingehen
in die heilige Stadt. Denn die
herrliche, heilige Stadt war auch da.
Sie war der Mittelpunkt und das Juwel
des Landes.
Und der Geist der Herrlichkeit
sprach zu den Geliebten: „Kommt!“
Und die Geliebten sprachen zueinander:
„Kommt!“ Und wen es dürstete
nach dem Wasser des ewigen Lebens
der nahm von dem Wasser umsonst.
Denn der lebendige Gott hat es
gegeben allen, die zu Ihm halten und
Seinen Willen erfüllen, aus Liebe.
Und die Menschen hoben ihre Arme
dem Herrn entgegen und sprachen:
„Gelobt sei der Vater im Himmel, der
Sohn, unser lebendiger Gott und der
heilige Geist! Ja, Herr, wir kommen.“
Und es machte sich auf eine große
Schar aus allen Teilen der Erde, Ihm
entgegen. Denn alle hatten das Zeichen
gesehen und Seine Stimme
gehört, zu gleicher Zeit.
Und es war ein Danken und
Preisen, ein Loben und Jubilieren, dem
neuen Leben entgegen! Und der
Herr nahm alle in Seine Arme auf,
die zu Ihm kamen, alle.
Viele aber konnten nicht zu Ihm
eilen, denn ihr böser Geist hielt sie
zurück. Denn es kam niemand
in die Stadt, der da Gemeines an Sich trug
und Greuel und Lüge tat, sondern
die, welche in dem Buch des Lebens
standen und den Namen ihres Gottes
an der Stirne trugen, die kamen
hinein. Die Anderen aber blieben
draußen und hatten nicht teil an der
Herrlichkeit der heiligen Stadt Gottes in dem
neuen, heiligen Land.
Wie hätten sie denn auch den leben-
digen Gott ertragen können? Denn
der Herr zeltete mitten unter ihnen
und um einen jeden Einzelnen von
ihnen. Und Er wohnte nun bei ihnen
immerdar, denn sie waren Sein Volk.

Hermann Wohlfarth.
[aus der Zeitschrift Das Wort, 1949, S. 91-93]

Weiterführend: Feind aus den Lüften [Das Wort 1955-06]

Was ist, das war. Ist das wahr? Ein Ausflug in die Zeit von Noah.

noah-hayungsZitiert aus „Schrifttexterklärungen“, Jakob Lorber
Hervorhebungen in Fett von mir, Anmerkungen in Kursiv

13. Kapitel – „Gleich aber wie da waren die Tage Noahs, so wird auch sein die Ankunft des Menschensohnes.“ (Matthäus 24,37)

11. Januar 1844 abends

Schreibet nur nieder, was ihr habt!
„Gleich aber wie da waren die Tage Noahs, so wird auch sein die Ankunft des Menschensohnes.“
Ihr habt den Text angesetzt und schon wieder den rechten getroffen; nur liegt die Sache in diesem Texte zu offenkundig vor Augen, oder: diese Zentralsonne steht außerordentlich nahe, so daß es im Ernste wunderlich ist, wenn ihr selbst dieselbe nicht auf den ersten Augenblick erschauet, – besonders aus dem Grunde um so wunderlicher, da ihr die Zeit Noahs nun schon beinahe ganz aufgedeckt vor euch habt.
Ihr wisset ja, wie ebenfalls zu den Zeiten Noahs die Völker der Tiefe sich in allerlei Literatur und Wissenschaft geworfen haben. Ein euch bekannter König der Tiefe war ein großer Schriftsteller. Seinem Beispiel folgten Tausende, und in kurzer Zeit war die damalige Welt mit einer Unzahl von Büchern und Schriften überschwemmt.
Je mehr diese Literatur überhandnahm, je mehr die Menschen lasen und studierten, desto kälter wurden sie in ihren Herzen, – aber zugleich desto raffinierter zur Erfindung aller erdenklichen Bosheit.
Man fing durch die Politik die Menschen zu fangen an, und bald scheute man kein Mittel mehr, wenn es noch so himmelschreiend war, um durch dasselbe irgendeinen eitlen, vorgesteckten herrschsüchtigen Zweck zu erreichen. Man kam am Ende so weit, daß man die Menschen allein nach dem Golde schätzte; wer solches nicht besaß, ward zum Sklaven, ja zum förmlichen Lasttier bestimmt, und man trieb in dieser Weise die Greuelszenen so weit, daß Mir endlich alle Geduld brechen mußte und Ich die Erde nur durch ein allgemeines Gericht vor dem Untergang bewahren konnte.
Also standen – wie euch ziemlich bekannt – die Sachen zu Noahs Zeiten. Wie stehen sie denn jetzt?
Ich habe euch schon vor einer längeren Zeit in den sogenannten ‚Zwölf Stunden‘ gezeigt, wie die Sachen stehen. Wenn Ich euch nun wieder eine neue solche Enthüllung machen würde, da würdet ihr sehr bedeutende Fortschritte der Weltpolitik und der Grausamkeit entdecken; und Ich sage euch: Es fehlt gar nicht mehr viel, daß ihr völlig in die Zeiten Noahs kommen werdet, wo man am Ende sogar gläserne Häuser bauen mußte, damit die Männer der abgefeimtesten Politik allzeit ohne große Schwierigkeit beobachten konnten, was die Untertanen taten. [hört sich stark nach Überwachungsstaat an, oder?]
Doch es bedarf der gläsernen Häuser nicht; die geheime Politik ist auch in eurer Zeit so weit gediehen, daß sie nicht ein Mittel unversucht läßt, um dadurch ihren herrschsüchtigen Zweck zu erreichen. Würdet ihr eingeweiht sein in die Geheimnisse so mancher Staaten, fürwahr, ihr würdet über Hals und Kopf schreien: „Herr, so schlage doch einmal zu! Denn ärger kann es ja doch in der tiefsten Hölle nicht zugehen als da!“
Ich aber will euch nicht einweihen in solche Geheimnisse; denn so ihr nur ein kleines Augenmerk auf die Früchte hinwerfet, so kann es euch nicht entgehen, mit der größten Bestimmtheit zu erschauen, wessen Geistes Kinder solche Propheten sind, die so herrliche Früchte zum Vorschein bringen. Und worin liegt von allem dem der Grund?
Gehen wir in dasjenige Königreich, welches vom Meer umflossen ist. [Großbritannien?] In diesem Königreich findet ihr Bibliotheken und Zeitschriften in einer solchen Menge, daß man mit den Blättern Europa und Asien dreimal belegen könnte, und nirgends wird so viel gelesen wie in diesem Königreich; aber auch nicht leichtlich findet ihr irgendwo eine größere Gefühllosigkeit und gänzliche Verhärtung der Herzen als in eben diesem Königreich! Mit der größten Gleichgültigkeit von der Welt kann da ein vom Golde strotzender, vielbelesener und gelehrter Großer tausend arme, wehklagende, brot- und dachlose Menschen vor seinem Palaste des Hungertodes sterben sehen, ohne im geringsten etwa dazu bewegt zu werden, auch nur einem von den vielen Sterbenden ein Stück Brot zu reichen.
Frage: Ist das nicht eine herrliche Frucht der großen Belesenheit und nicht selten tiefer mathematischer und mechanischer Weisheit?
Ist es nicht herrlich, wenn man sich durch derlei mathematische und mechanische Weisheit arbeitende Maschinen erbauen kann, durch welche Tausende armer Menschen mit einem Schlage brotlos und dem Hungertode preisgegeben werden?
Ist es nicht herrlich, Eisenbahnen zu errichten, durch welche fürs erste eine Menge Fuhrleute und andere Handwerksarbeiter um ihren Verdienst kommen, und fürs zweite durch ebendiese Prachtstraßen dem Landmann so viele Grundstücke zerstört werden, daß er nachher bald genötigt ist, den Bettelstab zu ergreifen? Und welch ein anderer großer Nutzen sieht erst fürs dritte heraus: dieser besteht darin, daß auf solchen Wegen aller Luxus und alle Industrie desselben um so schneller befördert werden kann, damit die arme Menschheit ja desto geschwinder leiblich wie geistig zugrunde gerichtet wird und die Herzen der Reichen baldmöglichst so fest werden wie die Straßen, auf denen sie miteinander durch Handel, Wechsel und Trug konversieren.
Sind das nicht herrliche Früchte großer Belesenheit und daraus hervorgehender Gelehrtheit?
Heißt man nicht den einen gescheiten Mann, der sich seinen Verstand zu Geld machen kann?
Eben darum aber, weil der Verstand so viel Geld einträgt, ist die Liebe ganz außer Kurs gekommen, und die Tätigkeit nach ihr kennt man beinahe nicht mehr. Denn man hat ja Maschinen genug, die aus dem Verstande heraus tätig sind; wozu der Menschenhände?
Denn Menschenhände könnten durch ihre Tätigkeit ja etwa gar in einem oder dem andern großen Geschäftsmann Liebe zu seinen Arbeitern erwecken. Um sich dieser Gefahr nicht auszusetzen, lasse man ja fleißig Maschinen errichten; denn diese arbeiten viel geschwinder und nehmen nie das Herz des Besitzers in Anspruch, sondern höchstens dann und wann, wenn zufälligerweise an ihnen etwas beschädigt wird, den Verstand, der das Beschädigte wieder allenfalls auf dem Wege einer Minuendo-Lizitation ausbessern läßt.
Saget, ob es nicht bei euch buchstäblich also geht?
Das Betteln ist untersagt; aber das Maschinenbauen wird mit Prämien belohnt. Was denn hernach mit den Armen? Oh, da wird ja auch gesorgt! Es gibt ja eine Menge Armenhäuser und Armenväter; es werden Sammlungen angestellt und werden Theater und Bälle gegeben. Dadurch ist für die Armen schon so gut gesorgt, daß die ersteren zu Halbarrestanten werden, und die zweiten, noch Freien, bekommen monatlich eine so erstaunliche Summe, daß sie sich mit derselben höchstens an einem Tage einmal halbwegs satt essen könnten. Wieviel aus der Armenkasse so ein Armer bekommt, brauche Ich euch nicht bekanntzugeben; das wißt ihr hoffentlich selbst.
Stellet aber neben solcher Beteilung das menschliche Bedürfnis auf und das Verbot zu betteln, so wird es euch sicher klar, wie ‚vortrefflich‘ für jene Arme gesorgt ist, die noch glücklicherweise aus irgendeinem solchen Fonds beteiligt sind. Was aber bleibt für diejenigen übrig, die bei den Armenvätern noch kein Gehör gefunden haben!?
Seht, was das für herrliche Früchte der Literatur, der Belesenheit und der großen Kultur des Verstandes sind!
Wäre es denn nicht besser, weniger zu lesen und zu lernen? Und das bestehe darin, daß man wisse, was die Pflicht eines Menschen, ja gar eines Christen sei!
Wäre es, wie gesagt, nicht besser, nach solcher wenigen, aber nützlichen
Wissenschaft vollauf tätig zu sein und dadurch die wahre Pflicht eines Menschen zu erfüllen, als die Zeit seines ganzen Lebens hindurch zu lesen und zu schreiben, aber die Tätigkeit nach Meinem Worte gänzlich zu vergessen?
Ich sprach es: „Seid nicht eitle Hörer, sondern Täter des Wortes!“ Wo aber sind
diese Täter nun? Sind es etwa die Maschinen- und Luxusfabrikanten? Oder sind es die
Eisenbahndirektoren und Unternehmer? Sind es etwa die Industrieritter oder die
Zuckerplantageninhaber in Amerika? Oder ist es etwa die geld-, gold- und herrschsüchtige Geistlichkeit? Fürwahr, Ich bin doch gewiß mit überaus weitsehenden und scharfen Augen versehen – und bin genötigt, Mir ebenfalls stark vergrößernde Fernrohre zu kreieren, um mit denselben die Täter Meines Wortes auf der Erde aufzusuchen. Bei trillionenmaliger Vergrößerung geht es Mir noch schlecht; denn da zeigt sich die Zahl noch so klein, daß Ich sie fürwahr noch nicht recht ausnehmen kann, ob sie ein Tausender, ein Hunderter, ein Zehner oder gar eine Null ist.
Ich habe daher jetzt ein viel größeres Fernrohr in der Arbeit! Ihr werdet sicher verstehen, was Ich damit sagen will, indem ihr selbst ein wenig daran arbeitet; eine ganze Zentralsonnenscheibe soll zum Objektive dienen. Durch dieses will Ich die Zahl der Täter Meines Wortes genau beschauen. Sollte etwa für die ganze Erde sich ein reiner Zehner darstellen, so will Ich Mein Gericht noch auf tausend Jahre verschieben; wenn aber die Zahl unter Zehn steht, so werde Ich Meine Geduld bis zu einem großen allgemeinen Gericht auf die Zahl der Täter Meines Wortes beschränken, – das heißt für jeden Täter ein Jahr.
Man wird freilich sagen: „Herr! Es gibt ja noch recht viele wohltätige Menschen!“; Ich aber sage darauf: „Ja, es gibt recht viele einhunderttausendstel, einzehntausendstel und eintausendstel, wohl auch einhundertstel Täter Meines Wortes. Wenn Ich sie aber
zusammenaddiere, so wird kaum einer daraus!“
Wieso aber? Was ist der, so er Hunderttausende besitzt und gibt davon an die Armen jährlich höchstens den zehntausendsten Teil seines Vermögens und kennt aber dennoch Mein Wort, das Ich zu dem reichen Jüngling gesprochen habe? Frage: Ist ein solcher mehr als ein Zehntausendstel-Täter Meines Wortes? Wahrlich, nach solchen frage Ich nicht; diese werden sich in Meinem Fernrohre auch nicht ausnehmen, sondern nur die Ganzen!
Zu Noahs Zeiten hatte Ich ebenfalls einen solchen Tubus aufgerichtet; und da Ich nicht mehr fand als acht alleinige Täter Meines Wortes, so ließ Ich das Gericht ergehen. Ich fürchte nun, ob Ich bei der gegenwärtigen Beschauung die Zahl Noahs treffen werde, und das aus dem Grunde, weil die Politik und die Industrie diesmal schon einen bei weitem höheren Gipfel erreicht hat als zu den Zeiten Noahs; und was die allenthalben vorkommende Grausamkeit betrifft, so steht Hanoch nicht um ein Haar vor! Nehmt nur die ‚Zwölf Stunden‘ zur Hand und vergleichet!
Also ist es jetzt, wie es zu den Zeiten Noahs war, eine reife Frucht der Literatur und der großen Belesenheit. Daraus aber wird auch klar, daß das Heil des Menschen nie vom Viellesen und Vielhören, sondern vom Tun nach dem Gesetze der Liebe abhängt!
Ich meine, das dürfte auch klar sein; aber darum nächstens doch eine Zentralsonne
mehr wegen der Vergrößerung des Objektivglases auf Meinem Fernrohre!

Isa (Jesus) im Koran

koran_bibel Der folgende Text ist nicht mein geistiges Eigentum. Ich habe lediglich die Informationen aus dem Video „Jesus im Koran 1.Antwort an Dr Zakir Naik + Pierre Vogel Isa im Qur’an“ von Robert010664 schriftlich festgehalten. Inhaltlich wurde nichts verändert, lediglich die Koranstellen komplett eingefügt. Anmerkungen des Verfassers (also von mir) wurden deutlich gekennzeichnet. Farbliche Hervorhebungen sind ebenfalls von mir.

Isa (Jesus) im Koran

Alle Koranzitate aus der Frank Bubenheim Übersetzung, hrsg. Von der König Fahad-Akademie, alle Bibelzitate aus der Schlachter 2000

Es gilt im Folgenden die These „Geist Allahs = Engel Gabriel“ zu untersuchen:

Argument 1
Isa – geboren von einer Jungfrau

„Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir Unseren Geist zu ihr. Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar. “ [Sura Maryam 19:17]

„Und (auch) diejenige, die ihre Scham unter Schutz stellte 1. Da hauchten Wir ihr von Unserem Geist ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Weltenbewohner.“ [Sura 21 al-Anbiya‘ 91]
__________________
1Nämlich: Maryam (Maria), ‚Isas (Jesu Christi) Mutter, die ihre Jungfräulichkeit wahrte.

In der Koranübersetzung von Abu-r-Rida Muhammad ibn Ahmad ibn Rassoul, die bei der Verteilaktion LIES! verschenkt wird,  wird es mit „da sandten wir unseren Engel Gabriel zu ihr“ anders übersetzt.

Aber ist der „Geist Allahs“ gleich der Engel Gabriel? Diese Aussage steht nirgendwo wortwörtlich im Qur’an. Dagegen steht im Qur’an, dass Isa der Geist Allahs ist:

„0 Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masih ‚Isa, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht „Drei“ 1 . Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.“ [Sura 4 an-Nisa‘ 171]
_______________
1 D.h.: sagt nicht von Allah, daß Er in einem drei sei.

Anm. d. Verf: Einige Muslime nehmen diese Stelle aus dem Koran sehr oft als Argument gegen die Dreieinigkeit Gottes oder die Göttlichkeit Jesu Christi. Unter „Leute der Schrift“ und „eurer Religion“ im ersten Satz der Āya verstehen sie die Christen, die sich auf die Schrift (die Bibel) berufen. Könnten hiermit aber nicht auch die „Schriftgelehrten“ gemeint sein, die auch Jesus schon zurechtgewiesen hatte und die seine Göttlichkeit nicht erkannten? Es geht in der Āya nämlich damit weiter, dass „al-Masih ‚Isa, der Sohn Maryams“, Allahs WORT sei. In der Bibel lesen wir in Johannes 1,1 ebenfalls „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Jesus ist also sowohl im Koran als auch in der Bibel das Wort des jeweiligen Gottes. In meinen Augen ist die Sura 4 an-Nisa‘ 171 sogar ein Beweis für die Dreieinigkeit Gottes, wenn man die Anmerkung 1 ignoriert. Lesen wir doch mal genau: Im ersten Satz der Āya lesen wir von zwei Eigenschaften Isas (Jesus‘) in Bezug auf Allah (1 Gott, den Vater). Isa ist das Wort Allahs (2 Sohn, der Gesandte) und Isa ist Geist von Allah (3 Heiliger Geist). Weiter in der Āya weist uns der Koran darauf hin, dass wir aus diesen drei Eigenschaften Allahs nicht „Drei“ (Götter, Anm. d. Verf.) machen sollen, sondern „Allah ist nur ein Einziger Gott“. Somit hätten wir die Dreieinigkeit. Jetzt steht aber leider in der Originalausgabe eine Anmerkung hinter „Drei“, nämlich „D.h.: sagt nicht von Allah, daß Er in einem drei sei.“ Nun kann ich kein arabisch und weiß nicht, was dort wirklich steht und wie es korrekt übersetzt heißt, daher verlasse ich mich hier also auf die Übersetzung von Abdullāh as-Sāmit Frank Bubenheim. Das ist auch irgendwie lustig: Wenn man also die Anmerkung beachtet und in seine Gedanken aufnimmt, dann spricht der Koranvers GEGEN die Dreieinigkeit. Ignoriert man die Anmerkung aber, so kann man diesen Vers auch so interpretieren, dass er FÜR die Dreieinigkeit spricht.

Ich finde es aber schon beachtlich, dass im Koran gesagt wird, Jesus ist das Wort Allahs. Das ist eine gewaltige Aussage, denn auch in der Bibel ist Jesus das Wort Gottes.

Weiter im Text mit dem Video:

Argument 2
Deutungen anderer Gelehrter

Die Mehrheit der muslimischen Theologen lehrt, dass mit „Geist Allahs“ der Engel Gabriel gemeint ist. Es gibt aber auch wenige muslimische Theologen, die es anders formulieren und man erkennt hier klar die biblischen Parallelen.

„Wir haben Jesus in Maria eingehaucht“ [Al-Zamakhshari (3/113)]

„Wir gaben Jesus im Mutterleib das Leben“ [Baydawi (2/87)]

Argument 3
Allah befiehlt den Engeln Adam anzubeten

In dieser Sura geht es um die Schöpfung Adams durch den Geist Allahs

„29. Wenn Ich es zurechtgeformt und ihm (Adam) von Meinem Geist eingehaucht habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder.“ 30. Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder,“ [Sura 15 al-Higr 29;30]

„Und Wir haben euch ja erschaffen. Hierauf haben Wir euch gestaltet. Hierauf haben Wir zu den Engeln gesagt: „Werft euch vor Adam nieder!“ Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er gehörte nicht zu denjenigen, die sich niederwerfen.“ [Sura 7 al-A’raf]

„Und als Wir zu den Engeln sagten: „Werft euch vor Adam nieder!“ Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich und verhielt sich hochmütig und gehörte zu den Ungläubigen.“ [Sura 2 al-Baqara 34]

Wenn man nun diese Stellen aus dem Koran liest, stellt sich die Frage, wer nun genau auf Allahs Befehl hin angebetet werden soll?

  1. Soll Adam angebtet werden?
  2. Soll der Geist Allahs, der gar nicht Allah ist, angebetet werden?
  3. Soll der Engel Gabriel angebetet werden?

Hieraus ergibt sich für die muslimische Theologie nun ein ernstes Problem, denn der Shirk (Beigesellung neben Allah, Götzendienst, Polytheismus, Abgötterei, Idolatrie oder Ähnliches, wikipedia) ist im Islam die größte Sünde.

Argument 4:
Der Geist Allahs wirkte das Wunder der Geburt Isa’s

„Und (auch) diejenige, die ihre Scham unter Schutz stellte 1. Da hauchten Wir ihr von Unserem Geist ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Weltenbewohner.“ [Sura 21 al-Anbiya‘ 91]
__________________
1Nämlich: Maryam (Maria), ‚Isas (Jesu Christi) Mutter, die ihre Jungfräulichkeit wahrte.

„Und (auch von) Maryam, ‚Imrans Tochter, die ihre Scham unter Schutz stellte 2 , worauf Wir in sie 3 von Unserem Geist einhauchten. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und Seine Bücher 4 für wahr und gehörte zu den (Allah) demütig Ergebenen.“ [Sura 66 at-Tahrim 12]
__________________
2 D.h.: die ihre Jungfräulichkeit wahrte, nämlich Maryam (Maria), ‚Isas (Jesu Christi) Mutter.
3 D.h.: in ihre Scham.
4 Andere Lesart: Sein Buch / Seine Schrift.

Das Missverständnis besteht darin, dass der Engel Gabriel zwar zu Maria kam, aber nur, um ihr die Jungfrauengeburt anzukündigen, die durch den heiligen Geist bewirkt wird. So lesen wir in der Bibel in Lukas 1

31 Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
[…]
34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß? – siehe auch Sura Maryam 19:20

35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.

Transkribiert ab 07:49:
„Nun, hier sehen wir…das ist genau identisch zu dem, was die Sura Maryam sagt, dass die Jungfrauengeburt bewirkt worden ist durch den Geist ALLAHS, durch den Geist GOTTES, durch den heiligen Geist. Nun, ich möchte gerne noch auf eine sehr interessante Stelle eingehen hier in der Sura Maryam… da heisst es nämlich im zweiten Teil der Āya 17: „Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar“. Wer? Der Geist Allahs. Nun, das wird so nicht in der Bibel gelehrt, dennoch finde ich diese Stelle hochinteressant. Hier spricht es von der Inkarnation des Geistes Allahs in einem wohlgeformten, perfekten menschlichen Wesen. Das ist genau das, was uns das neue Testament auch von der Inkarnation von Gottes Geist in Jesus Christus berichtet. Fast in gleichen Worten steht hier in Philipper 2, 6-7

5 Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, 6 der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; 7 sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen;

Das ist fast gleich zu dem, was in der Sura Maryam 19:17 steht:

„Da sandten wir unseren Geist zu ihr. Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar.“ – nach König Fahd ibn Abd al Aziz Al Su’ud

So auch in 1. Timotheus 3,16:

16 Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

Das sind Formulierungen die fast identisch sind. Nun, ich weiß, dass dies für Muslime eigentlich eine der absoluten Unmöglichkeiten ist daran zu glauben, dass Gott inkarniert ist in einen menschlichen Körper. Für uns als Christen ist dies eigentlich die zentrale Lehre der Erlösung, denn die Lehre der Erlösung ist für uns als Christen eins der fundamentalsten Dinge. Ich weiß, dass das für sie im Islam auch so ist, auch sie fragen sich „Wie kann ich rein werden von meiner Sünde? Wie kann ich den Weg ins Paradies finden? Wie kann ich Vergebung meiner Sünden empfangen, um nicht in die Hölle zu kommen?“ Das sind ernsthafte schwierige Fragen, die sowohl von Christen, als auch von ihnen als Muslime gestellt werden […]“

Ich empfehle sich das ganze Video anzusehen, da ich hier nur teilweise transkribiert habe.

sura al imran

Das Wort (1974, S.55) – Entrückung

Der folgende Text ist zitiert aus der Zeitschrift Das Wort (1974, S.55)

RaptureR.V. in K. Ihre Anfrage betrifft die Entrückung gem. 1. Thess. 4, 13 ff. Sie schreiben, aus ihrer Jugendzeit kommen sie aus Darbisten-, später Baptistenkreisen, in denen die Betrachtung des Begriffs „Entrückung“ immer eine große Rolle spielte. Man ist der Meinung, dass mit der Entrückung die Menschheitsgeschichte praktisch zu Ende sei.

Was sagen nun hierüber die Lorberwerke aus?

Antwort: Die Lorberwerke künden viel von der Wiederkunft Jesu Christi, auch von seinem Kommen in den Wolken des Himmels, doch von einer Entrückung „ihm entgegen auf den Wolken in die Luft“, wie es Paulus [in] 1. Thess. 4, 13 ff. verheißt, wissen sie nichts. Es ist wohl einmal von einer Entrückung die Rede (Gr. Ev. X 156, 5), die aber erst bei dem letzten Feuergericht am Ende des 1000jährigen Reiches stattfinden soll, von dem [in] Offenb. 20,9 die Rede ist. Hören wir nun, was Paulus über die Entrückung 1. Thess. 4, 13 ff. schreibt:

(Im Original ist hier die Menge Übersetzung zitiert, ich zitiere die Bibelstelle aus der Schlachter 2000, Anm. d. Verf.)

13 Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; 16 denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

Paulus macht diese Voraussage auf Grund eines Wortes des Herrn. Es ist aber ein solches Herrenwort zu dieser Frage nicht überliefert, sodass er möglicherweise auf eine persönliche Offenbarung Bezug nimmt. Ferner hat man den bestimmten Eindruck, dass Paulus die Hoffnung beseelte, er dürfe die Auferstehung der Gläubigen bei der Wiederkunft Jesu und die Entrükkung noch selbst miterleben. Die Verbreitung solcher Hoffnungen im ersten Jahrhundert, die oft die Frage wachriefen, weshalb der Herr noch immer nicht komme, ist wohl aus der damaligen Endzeiterwartung erklärlich (1. Kor. 15, 51 ff.; 2. Thess. 1, 7; 1. Petr. 1, 13; 5, 4; Hebr. 10, 37).

Pfarrer O. Feuerstein schreibt in seinem aufschlußreichen Büchlein Die Auferstehung des Fleisches:

Gott hat diese irrige Erwartung zugelassen, weil sie damals dazu beitrug, dass die Christenheit wach blieb in Erwartung ihres Herrn und Vaters. In allen Jahrhunderten war seither diese Naherwartung der Wiederkunft des Herrn lebendig. Es waren immer die eifrigsten und ernstesten Christen, die meinten, die Wiederkunft Christi sei jetzt unmittelbar nahe. Paulus hat sich übrigens später korrigiert. Er kam gegen Schluss seines Lebens zur Erkenntnis, dass er noch vor der Wiederkunft Christi sterben werde. Er schreibt deswegen an die Korinther (2. Kor. 5, 8), er habe jetzt Lust, aus dem Leibe auszuwandern und gegenwärtig bei dem Herrn zu sein. Wie Paulus „Lust hatte abzuscheiden, um bei Christus zu sein“ (Phil. 1, 23), oder wie er (2. Kor. 5, 8) glaubt, dass er bei seiner Auswanderung aus dem Leib „gegenwärtig beim Herrn ist“, so musste er dies auch von seinen im Glauben an den Herrn gestorbenen Gemeindegliedern erwarten. Konnte er da wohl noch glauben, dass sie bei einer der Zukunft vorbehaltenen Wiederkunft Jesu wieder in ihren verwesten Leichnamen als Entschlafene aus dem Grabe auferstehen und verwandelt dem Herrn entgegengerückt werden in die Luft, um bei ihm zu sein, nachdem sie schon als Verwandelte – „als aus dem Leib ausgewanderte“ – bewusst fortlebende Geistpersonen beim Herrn waren?

Wenn wir wissen, dass der Mensch nach dem Tode weiterlebt, je nach dem Zustand seiner Liebe und seiner Werke, so werden wir uns doch fragen müssen, was es mit der Auferstehung der in den Gräbern Liegenden bei der Wiederkunft Jesu in den Wolken des Himmels, bei der Stimme des Erzengels, beim Schall der Posaunen für eine Bewandtnis hat.

Wie die Wiederkunft Jesu eine geistige sein wird, so sind auch die damit zusammenhängenden Beschreibungen geistige Entsprechungsbilder. In der materiellen Welt muss alles umhüllt sein, damit das innerste Göttliche nicht verunreinigt werden kann. So ist auch das göttliche Wort durch den Buchstabensinn wie in eine Wolke eingehüllt, in welcher der innere und himmlische Sinn oder die Herrlichkeit des Herrn verborgen ist. Schon im alten Testament verstand man unter der Wolke die Gegenwart des Herrn. Sie bedeckte das Bundeszelt, die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Hütte des Stifts, weil – die Wolke sich darauf niedergelassen hatte (2. Mose 16, 10; 34, 5; 40, 34-38).

Will der Herr uns rein Geistiges verkünden, so kann Er das nur mittels des äußeren Wortes auf dem Wege gleichnishafter Entsprechungsbilder. So sind unter den Engeln mit den Posaunen große göttliche Offenbarungen zu verstehen, die das Gotteswort der Bibel wieder neu erschließen, wodurch die im Geiste tot gemachten Menschen gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erweckt und dem Herrn geistig entgegengerückt werden.

„In der Zeit der Drangsal wird nach Matth. 24, 29 ff. die Sonne (der Gottesgeist der Liebe und Gnade) sich verfinstern und der Mond (das Verstandeslicht) dadurch seinen Schein verlieren. Die Sterne (alte Erkenntnisse) werden vom Himmel fallen (zunichte werden) und die Kräfte der Himmel (alle göttlichen Kräfte in der Welt) werden in Erschütterung geraten. Dann aber wird das Zeichen des Menschensohnes (das Kreuz als Zeichen der aufopfernden Liebe) am Himmel (vor dem Geist des Menschen) erscheinen. Alle Weltvölker werden wehklagen und den Menschensohn in den Wolken des Himmels (neuen Offenbarungen) mit großer Macht und Herrlichkeit kommen sehen“ (Grdfr. S. 551).

Luk. 17, 31 ff. hören wir noch: „Wer auf dem Dache ist, steige nicht hernieder (wer ein wahres Verständnis hat, bleibe in demselben). Wer auf dem Felde (der Erkenntnisfreiheit) sich befindet, wende sich nicht nach alten Truglehren um. Wo zwei in einer Mühle mahlen (das gleiche tun), in einem Bette schlafen (das gleiche Glaubensbekenntnis haben), wird der wahre Glaube in der Tat angenommen, der andere nicht“ (IX 70).

So wird Jesus in seiner urgöttlichen Persönlichkeit auch niemand richten. Das Gericht bereiten sich die Menschen selbst in ihrem Verhalten dem göttlichen Wort gegenüber. „Wer meine Worte hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es kommt die Stunde und sie ist schon jetzt, dass die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören und die sie hören werden, werden leben“ (Joh. 5, 24 u. 25).

Die Lorberschriften wissen jedoch auch von einer leiblichen Wiederkunft Jesu. Dabei wird Er aber nicht mehr in einem von einem Weibe gebildeten Fleischleib wiederkommen, sondern in seinem verklärten Geistleib. „Dieser Leib bleibt verklärt, so wie ich als Gott von Ewigkeit, und so benötige ich nimmerdar eines zweiten Leibes“ (IX 94, 2). Wenn ein großer Teil der Menschen Ihn in den Wolken des Himmels, in seinem göttlichen Wort erkannt und erlebt haben wird: „Dann werde Ich auch hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar (im verklärten Geistleib) zu denen kommen, die Mich am meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die größte Sehnsucht und dafür auch den vollen und lebendigen Glauben haben werden“.

Und zur letzten Frage: Wie wird das Endgericht für die Sünder, die Ungläubigen, die geistig Toten, für die, welche überhaupt keine Christen sind, aussehen? Wie sieht, abgesehen von dem irdischen Gericht, das sich die Menschen selbst bereiten, bei denen das göttliche Gericht aus?

Da gibt uns Paulus eine wunderbare Schau des göttlichen Heilsplans, der sehr zum Nachdenken anregt: „Gott hat die ganze Menschheit in Ungehorsam fallen lassen, um Erbarmen an allen zu üben. O welch eine unermeßliche Größe der Gnadenfülle, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes. Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Wer hat ihm zuvor etwas gegeben, wofür ihm Vergeltung zuteil werden müßte? Ja, von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“ (Röm. 11, 32-36 Menge.)

He. Z.

Anonymous und Guy Fawkes und ein Jesuit

anonymousEin kopfloses (Kopf=Verstand) Männeken bekleidet mit einem schwarz-weißen Anzug und Krawatte, gefangen im schwarz-weiß Denken der Dualität und am Strick der wahren Großmeister des Schachspiels hängend (Krawatte=Strick), vor einer Weltkugel posierend und das Ganze umspannt von einem Lorbeerkranz, der auch schon von Cesar im antiken Rom benutzt wurde und für WELTHERRSCHAFT steht. Auch die UNO benutzt eine Weltkugel + Lorbeerkranz und diese Organisation strebt auch nach Weltherrschaft. Zudem schreibt man sich noch einen Namen auf die Fahnen, der in der Bibel eine Schar von Dämonen beschreibt.
Auch werden Masken und oft weiße Handschuhe getragen, wer trägt denn noch Masken? Im Film „Eyes Wide Shut“ mit dem Scientologenschauspieler Tom Cruise sehen wir eine „Logenparty(?)“. Die Bilder sagen mehr als tausend Worte. Wenn man sich die Anonymous Bilder bei google ansieht, erkennt man unter anderem noch „den Griff an die Krawatte“, Totenköpfe, gekreuzte Schwerter (X) usw.
Die Anonymous-Maske zeigt das Gesicht von Guy Fawkes.

We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us. Wir sind Anonymous. Wir sind Legion. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Erwartet uns.

Jesus vergibt. Und jeder Mensch hat Vergebung nötig.

Markus 5, 1-20

1 Und sie kamen ans andere Ufer des Meeres in die Landschaft der Gadarener.  2 Und als er aus dem Schiffe gestiegen war, lief ihm alsbald aus den Gräbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen,  3 der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten;  4 denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfesseln zerrieben; und niemand vermochte ihn zu bändigen.  5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, in den Gräbern und auf den Bergen, schrie und schlug sich selbst mit Steinen.  6 Als er aber Jesus von ferne sah, lief er und warf sich vor ihm nieder,  7 schrie mit lauter Stimme und sprach: Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten, was habe ich mit dir zu schaffen? Ich beschwöre dich bei Gott, daß du mich nicht peinigest!  8 Denn er sprach zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen!  9 Und er fragte ihn: Wie heißest du? Und er antwortete und sprach: Legion heiße ich; denn wir sind viele!  10 Und er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Lande zu verweisen.  11 Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Schweine zur Weide.  12 Und die Dämonen baten ihn und sprachen: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie fahren!  13 Und alsbald erlaubte es ihnen Jesus. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in das Meer (ihrer waren etwa zweitausend), und sie ertranken im Meer.  14 Die Hirten aber flohen und verkündigten es in der Stadt und auf dem Lande. Und sie gingen hinaus zu sehen, was da geschehen war.  15 Und sie kommen zu Jesus und sehen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, dasitzen, bekleidet und vernünftig; und sie fürchteten sich.  16 Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie es mit dem Besessenen zugegangen war, und das von den Schweinen.  17 Da fingen sie an, ihn zu bitten, er möge aus ihren Grenzen weichen.  18 Und als er in das Schiff trat, bat ihn der besessen Gewesene, daß er bei ihm bleiben dürfe.  19 Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe in dein Haus, zu den Deinen, und verkündige ihnen, wie Großes der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat!  20 Und er ging hin und fing an im Gebiet der Zehn-Städte zu verkündigen, wie Großes Jesus an ihm getan habe; und jedermann verwunderte sich.

Es folgt eine Übersetzung des Artikels von Doug Yurchey, paranormalnews.com

____________________________________________

gunpowderWir glauben unsere Helden zu kennen. Wir glauben, dass wir die „Guten Jungs“ von den „Bösen Jungs“ unterscheiden können. In alten Filmen, wie zum Beispiel Western, trugen die Guten weiß und die Bösen trugen schwarz. Die gegenwärtige Gesellschaft ist eine viel kompliziertere Angelegenheit.

LEUTE! Seit euch bei denen, die Rebellionen anführen, mal nicht so sicher (und ich bin Zeit meines Lebens ein Revolutionär gewesen). Es existieren in der heutigen Welt im geheimen agierende, faschistische Unterdrücker der Wahrheit und Freiheit, die sehr schlau und mächtig sind. SIE haben gelernt, die andere Seite zu infiltrieren. Finstere Gestalten (Neue Welt Ordnung), die im Schatten wirken, kontrollieren ihre ureigene Opposition.

Ein mögliches modernes Beispiel für diesen Standpunkt könnte die ‚Occupy Wallstreet Bewegung‘ darstellen. Was haben die ‚Sitzstreik‘-Revolutionären als Symbol benutzt? Die 99%-er haben starke, politisch links angesiedelte und extrem stichhaltige Beweggründe (Occupy hat gute Absichten, der Artikel soll nicht gegen euch sein; Anm. d. Verf.). Ein symbolisches Problem ergibt sich aus der Präsenz der ‚Guy Fawkes Masken‘ als ein Teil der ‚Robin-Hood‘-ähnlichen Revolution. v-mask
Lasst diesen Schreiber euch von ‚Occupy‘ (und allen anderen Interessierten; Anm. d. Verf.) eine kleine Geschichtsstünde erteilen. Wenn die es ja nur gut meinenden Okkupierer verstünden WER Guy Fawkes war und WARUM er TÖTETE, dann würden sie sich von den ‚V für Vendetta‘-Masken und allen anderen Verbindungen zu dem Anarchisten unbedingt abwenden. Wenn authentische Revolutionäre die historische Wahrheit wissen würden, dann könnte Fawkes niemals einen Helden für sie darstellen. Die einzige von Guy jemals eingeführte Revolution geht auf eine fürchterliche und korrupte Ursache zurück. Fawkes war ein Söldner, ein bezahlter Assassine, der en masse Mordanschläge für gewissenlose, machthabende Männer ausführte. Diese Männer an der Macht (Jesuiten) würden den Tod von vielen Menschen in Kauf nehmen, nur um die Dominanz des Vatikans (des Papstes) aufrechtzuerhalten. Ok, fangen wir an:

Es war einmal das Jahr 1600… damals gab es einen ‚guten‘ König von England. Er war nicht so wie die, die vor ihm […] auf dem Throne saßen. Er war ein Intellektueller, ein Mann des Verstandes, der die Einheit über alles wollte (Keine Ahnung, ob ich das richtig übersetzt habe; Anm. d. Verf.). James wurde im zarten Alter von 13 Monaten König von Schottland. Er ist historisch bekannt für ‚die beste Übersetzung der Schrift‘ (gemeint ist die ‚King James Bibel‘; Anm. d. Verf.). Die Mutter von James VI. war ‚Mary Queen of Scots‘ (Cousine von Elizabeth), die gezwungen wurde abzudanken und später enthauptet wurde. James wurde also 1603 König von England und Irland nach einem Ersuchen der ‚Jungfrau Queen Elizabeth‘ noch auf dem Totenbette. Der Jünglingskönig ist immer von  Regenten und Adeligen umgeben gewesen, die versuchten Macht an sich zu reißen, sei es in Schottland oder England. Der junge Bursche mit den ‚neuen Ideen‘ für ein ’neues Jahrhundert‘ hatte nur ein Problem: Er war ein Presbyterianer in einem Land von römisch-Katholischen.

Zu dieser Zeit waren Kirche und Staat eins. Er war nun James der Erste von Britannien und es sollte schon bald ein paar Änderungen geben. James war ein begeisterter Leser, ein Studierender, der von dem großen Schriftsteller George Buchanan bevormundet wurde. Jetzt musste James als Oberhaupt der Kirche zwei sich vergrößernde Lager innerhalb der Kirche hüten. Die Bischöfe waren die höchsten und wohlhabendsten Autoritäten. Sie verwendeten die in England als einzigste zugelassene ‚Bischofsbibel‘. Die Puritaner setzten ihren Glauben in die Schrift und benutzten die ‚Geneva-Bibel‘. Die ‚Bischofsbibel‘ war nach Auffassung von König James wenig überzeugend und eine faule Ausarbeitung, während er die Anmerkungen in dem Buch der Puritaner hasste, wegen ihrer politischen Tendenzen.

James‘ Gaben waren sein scharfer Verstand, logisches Denkvermögen und sein Können in Debatten. Kirchenfunktionäre aus beiden Lagern befanden ihn nicht für einen Schwächling. Es wurde entschieden, dass eine endgültige englische Übersetzung der Schrift sorgfältig entstehen sollte. Der einzelne Entwurf der Niederschrift, die wir gemeinhin die ‚King James Bibel‘ nennen, war das Ergebnis nach sieben Jahren Arbeit des Auschusses (Komitee).

England gedieh unter ihrem idealistischen und gelehrten König, aber nicht jeder war mit einem Protestanten auf dem Throne glücklich. Die Unordnung innerhalb der alten römisch-katholischen Führerschaft hatte zugenommen. Eine Gruppe von jesuitischen Edelmännern heuerte GUY FAWKES an, das Parlament in die Luft zu sprengen! Der Dokumentation ‚KJB: The Book That Changed the World (zu dt. ‚Das Buch, das die Welt verändertre‘; Anm. d. Verf.)‘ zufolge ‚fingen SIE an ihr ganz eigenes 9/11 zu planen.‘

Die Idee bestand darin, reinen Tisch zu machen: d.h. das britische Oberhaus (House of Lords), das Unterhaus (House of Commons) wie auch den König einfach ‚in die Luft zu jagen‘ und nur die englischen, römisch-katholischen in der Verantwortung zu belassen. Nachdem der Tunnel-Plan fehschlug, mieteten sich Fawkes und seine Mitverschwörer einen Kellerraum direkt unter dem Parlamentsgebäude. […]  (Rund 2,5 Tonnen Schießpulver; Anm. d. Verf.) wurden platziert um am 5. November bei der Parlamentseröffnung zu zünden. Es wurde eine Nachricht gefunden, die eine Warnung für einen Offiziellen beinhaltete, der Eröffnung nicht beizuwohnen. Dies führte zu einer Durchsuchung der unteren Korridore und man entdeckte die Verschwörer.

220px-Henry_Garnet

Henry Garnet

Guido Fawkes, Henry Garnet (der jesuitische Anführer) und andere Mitverschwörer wurden 1606 hingerichtet. Diesen ‚Rebellen‘ von vor 400 Jahren folgt noch heute ein Kult, welcher den 5. Februar jedes Jahr in England feiert. Man erhängt und verbrennt jedes Jahr Bildnisse von Guy Fawkes. Feiern sie die Rettung des Parlaments, „lang lebe der König“? Oder feiern sie […] die radikalen, revolutionären Anarchisten, die es der Monarchie beinahe gezeigt hätten?

Wir müssen sehr vorsichtig sein gegen was wir revoltieren und wie wir das machen. Wir müssen achtgeben und genau wissen, wer unsere Führer wirklich sind und wen wir dazu auserwählen unsere Revolutionäre zu sein. Wer sind sie wirklich? Was sind ihre wahren Absichten, Motivationen und Agenden? Wohin führen sie uns? Auf einen Weg der Freiheit oder auf die Straße der Zerstörung? Es kam schon so oft vor, dass die Öffentlichkeit von denjenigen, die angeblich nur für „unser Wohl“ arbeiten, total betrogen wurde.

Guy Fawkes ist die Jahrhunderte hindurch als „Durchschnittsbürger“ porträtiert worden. Leute werden wortgetreu ‚guys‘ (englische Umgangssprache für ‚Menschen‘, ‚Leute‘; Anm. d. Verf.) genannt, wegen dieses ursprünglichen GUY‘s. Er ist dazu bestimmt irgendeiner von uns zu sein, die wir die unbarmherzige Politik von imperialen Regierungen, den Monarchien usw. satt haben ….. aber das ist in keinster Weise der Fall. Mein Standpunkt ist, dass James ein guter, ja fast schon ein ‚wissenschaftlicher‘ König und ein echter Intellektueller war. (Anm. d. Verf.: Das ist die Meinung des Schreibers dieses Artikels, den ich hier nur übersetze. Meine geschichtlichen Kenntnisste reichen nicht aus, um beurteilen zu können, ob James ein guter oder ein schlechter König war. Was ich nur dazu sagen kann, ist, dass eine Hinrichtung der Verschwörer schonmal kein christliches Ideal ist, da solch eine Handlung von keiner Erbarmung und keiner Vergebung zeugt. Für mich gibt es nur einen guten König. Weiter im Text…) Er war vielleicht der einzige gute König, ein mitfühlender Mann mit Vernunftgedanken. So einen tötet man nicht!

[…]

Als der Film ‚V für Vendetta‘ herauskam (Ursprung der aktuellen Guy Fawkes Masken), liebte der Schreiber den Film und dachte, er hätte die Aussage (message) verstanden. Wir wurden aber über den wahren Verlauf der Geschichte getäuscht. […]
Wer weiß, dass Guy nur ein korruptes Instrument des katholischen Establishments (dem Staat) war? ‚Sie‘ informieren uns nicht über die Wahrheit. Sie machen keine Filme, die zeigen, wie die Dinge wirklich waren oder sind. Vielmehr machen sie Fernsehen und Filme um unser Denken in Bahnen zu lenken, die sie vorgeben. […]

Nebenbei bemerkt, die King James Bibel hat sich nach ihrer ersten Veröffentlichung nicht gut verkauft. Der Einfluss des Buches verteilte sich nach 50 Jahren und den Fortschritten der Druckerpresse auf der ganzen Welt. Komischerweise gibt es in England keine Erinnerung an James in Form eines Grabes oder Denkmahls. Seine anderen Verwandten haben Denkmähler, selbst seine enthauptete Mutter. Der protestantische König ist außerhalb seines Buches nirgendswo auffindbar. […]
Liegt das vielleicht daran, dass er sehr verschieden war von anderen faschistischen Monarchen, die den Thron innehatten oder haben?
____________________________________________